Was ist Experientielle Reittherapie?

Die Experientielle Reittherapie versteht sich als unterstützende und ergänzende Therapieform. Sie hat sich vor allem dann bewährt, wenn Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit herkömmlichen Therapieformen nicht mehr in der Lage sind, Lösungsschritte zu erarbeiten bzw. im Verlauf ihres Lebens sich eine Therapiemüdigkeit und -resistenz entwickelt hat.

Experientielle Reittherapie ist die Synthese aus pädagogischen, psychotherapeutischen, rehabilitativen, soziointegrativen, heilpädagogischen und experientiellen (erlebnisorientiert) Angeboten in der Arbeit mit dem Lebewesen Pferd. 

Was bedeutet Focusing?

Focusing ist eine psychologische Methode, in dessen Zentrum das achtsame Wahrnehmen des körperlichen Erlebens steht. Aus diesem entfalten sich unter bestimmten Bedingungen lösungsorientierte Schritte – Denkschritte und Heilungsschritte zugleich. Focusing bedeutet, der Stimme des Körpers zu folgen. Es beschreibt den Kernprozess persönlicher Veränderung.

Besondere Aufmerksamkeit wird auf das Erleben und Erfahren im Umgang mit dem Pferd gelegt. Es werden die emotionalen und kommunikativen Möglichkeiten des Pferdes sowie seine körperlichen und bewegungsspezifischen Besonderheiten eingesetzt. Das Pferd wird als Medium verstanden um den  Therapieprozess zu intensivieren und im Verlauf positiv zu beeinflussen.

Einsatzfelder

Darüber hinaus hat sich die Reittherapie bei folgenden Störungsbildern in der Praxis als besonders geeignet erwiesen:

• Angststörungen

• Störungen des Sozialverhaltens

• Bindungsstörungen

• Emotionale Störungen

• Depressionen

• Impulskontrollstörungen

• ADS & ADHS

• Autismus/Asperger Syndrom

• Essstörungen

• Sensomotorische und Wahrnehmungsstörungen